Kolorektale Tumoren und Pankreaskarzinome

Prävention- Therapie- Nachsorge

Jedes Jahr erhalten 4500 Menschen in der Schweiz die Diagnose eines kolorektalen Tumors. Bei den Frauen ist dies die zweithäufigste, bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Werden kolorektale Tumoren früh entdeckt sind kurative Therapieansätze häufig. Eine Krebsdiagnose ist für die Betroffenen und ihr Umfeld jedoch immer ein Schock. Wird im Rahmen der chirurgischen Therapie eine Stomaanlage nötig, kann dies zu einer zusätzlichen Belastung führen.

Tumoren des Dick- und Mastdarms entwickeln sich über Jahre. Krebsvorstufen verursachen meist keine Symptome. Sie können durch Vorsorgeuntersuchungen erkannt und Polypen entfernt werden. Gegenwärtig werden in knapp der Hälfte der Schweizer Kantone Screening Programme zur Darmkrebsfrüherkennung durchgeführt.

Anders verhält es sich beim Bauchspeicheldrüsenkrebs, an welchem jährlich rund 1500 Personen (Tendenz steigend) in der Schweiz erkranken. Meist ist die Krankheit zum Zeitpunkt der Diagnosestellung fortgeschritten und die Prognose ungünstig. Inzidenz und Letalität liegen trotz neuer Therapiekonzepte nahe beieinander, weshalb das Pankreaskarzinom die vierthäufigste Krebstodesursache ist. Rauchen, übermässiger Alkoholkonsum und Adipositas gehören zu den anerkannten Risikofaktoren. Wirksame Früherkennungsmassahmen existieren bislang nicht. In der Regel werden Betroffene von Pankreas- und kolorektalen Tumoren multimodal durch die Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Onkologie und Radioonkologie behandelt.

Pflegende begegnen den Betroffenen mit den genannten Tumoren häufig. Je nach Therapiephase stehen unterschiedliche Herausforderungen im Mittelpunkt. Vertiefte Kenntnisse des gesamten Behandlungsprozesses ermöglichen eine kompetente Betreuung und gezielte Unterstützung von Betroffenen und ihren Bezugspersonen. Zudem können Pflegende im beruflichen wie persönlichen Umfeld eine wichtige Rolle in der Prävention übernehmen.

Inhalte

  • Epidemiologie, Prävention, Diagnostik bei kolorektalen Tumoren und dem Pankreaskarzinom
  • Chirurgische Behandlung: Entscheidungsweg, Möglichkeiten und Grenzen der Chirurgie
  • Medizinische Therapie: Behandlungsoptionen, Kombinationstherapien mit Medikamenten und Radiotherapie, Nachsorge
  • Stoma: Erstversorgung-Materialien-Komplikationen-Patientenedukation
  • Besprechung mit Betroffenem

Ziele

  • Die Teilnehmenden kennen sowohl die Epidemiologie als auch Möglichkeiten der Prävention und Diagnostik bei kolorektalen Tumoren und Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Die Teilnehmenden aktualisieren ihr Wissen zu Therapieoptionen in der kurativen und palliativen Phase der verschiedenen Tumorarten, wie auch in der Nachsorge
  • Theoretische Grundlagen und praktische Handhabung der Stomatherapie sind bekannt
  • Die individuelle Bedeutung einer Krebsdiagnose und das Tragen eines Stomas im Alltag wird thematisiert.

Anmeldung Fortbildung

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Wann

Donnerstag, 23. Juni 2022
09.00 - 17.00 Uhr

Wo

Zürich

Referentin & Referenten

Prof. Dr. med. Beat Gloor
Chefarzt Viszerale Chirurgie und Medizin
Universitätsklinik, Inselspital, Bauchzentrum Bern

Dr. med. Ueli Peter
Chefarzt Gastroenterologie und Hepatologie, Stv. Leiter Darm- und Pankreastumorzentrum
Kantonsspital Winterthur

Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Wicki
Stv. Klinikdirektor
Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie (MOH)
UniversitätsSpital Zürich

Carla Civelli
Fachexpertin Stoma- und Kontinenzberaterin
UniversitätsSpital Zürich

Kursleitung

Silvia Rusch
BScN, HöFa II
Pflegeexpertin
Leitung Fortbildungen OPS

Kosten

CHF 130.00
  Mitglied Onkologiepflege Schweiz

CHF 180.00
  Nichtmitglied Onkologiepflege Schweiz

Inklusive Kursunterlagen und Verpflegung

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