Implementierung in die Praxis

«Dermatologische Reaktionen unter medikamentöser Antitumortherapie» in onkologischen Kliniken und Praxen

Einleitung

Das interprofessionelle Behandlungsteam (Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker) ist durch die stetige neue Entwicklung und zunehmende Kombination verschiedener Onkologika vermehrt mit dermatologischen Reaktionen konfrontiert. Dabei zeigt sich die Beurteilung und Behandlung von Reaktionen an Haut, Schleimhaut, Nägeln und Haaren als besondere Herausforderung. Werden die dermatologischen Reaktionen nicht adäquat behandelt, kann dies die Therapie-Adhärenz und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten negativ beeinflussen.

Die fachlichen Empfehlungen der Onkologiepflege Schweiz beinhalten Fachwissen und praktische Anleitung zu systematischem Assessment, Prävention, Intervention und Patientenedukation bei dermatologischen Reaktionen, die der bestmöglichen verfügbaren Evidenz entsprechen. Damit die Umsetzung der Empfehlungen in die Praxis erfolgreich gelingen kann, unterstützt die Onkologiepflege Schweiz Fachpersonen in Kliniken und Praxen mit Schwerpunkt Onkologie mittels gezielter interprofessioneller Schulung und Beratung.

Ziele

Das Behandlungsteam wird in der Lage sein, die Empfehlungen gezielt einzusetzen und den Patientinnen und Patienten eine individuelle Unterstützung zum Management der dermatologischen Reaktionen anzubieten.

Inhalt und methodisches Vorgehen

Interprofessionelle Fortbildung (1 Std.) in der Klinik oder Praxis mit folgenden Inhalten:

  • Dermatologische Phänomene, deren Prävention und Behandlung nach Schwergrad
  • Nutzung des Assessmentinstrumentes
  • Empfehlungen zum Vorgehen in der Praxis
  • Hilfsmittel und Inhalte der Patienten- und Angehörigenedukation

Beratung der Pflegefachpersonen oder des interprofessionellen Teams (1 - 1.5 Std.)

  • Beratung zur Wahl von Pflegeprodukten
  • Beratung des Patienten nach der Arztkonsultation
  • Besprechung von Praxissituationen aus dem jeweiligen Setting
  • Stolpersteine und unterstützende Faktoren bei der Implementierung

Im Anschluss an die Fortbildung und Beratung werden nach Bedarf 1 - 3 telefonische Coachings durch eine Fachexpertin in Onkologiepflege angeboten.

Adressaten

Onkologische Behandlungsteams; Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, welche in der medizinischen Onkologie tätig sind und die Empfehlungen in die Praxis umsetzen möchten.

Voraussetzungen

Die Institution

  • hat die Empfehlungen der Onkologiepflege Schweiz erworben und ist bereit diese in die Praxis umzusetzen
  • ermöglicht eine interprofessionelle Fortbildung mit mindestens 6 Teilnehmenden
  • benennt eine interne Ansprechperson (Arzt / Pflegefachperson), welche der Institution als „ThementrägerIn“ und der Onkologiepflege Schweiz als Ansprechperson zur Verfügung steht
  • ist bereit, im Rahmen einer schriftlichen Evaluation Fragen zu beantworten.

Kosten für die Institution

Zeitaufwand für die Fortbildung und Beratung des Personals.

Längerfristiger Nutzen für die Institution

  • erfolgreiche Implementierung der Empfehlungen
  • höhere Patientenzufriedenheit
  • gesteigerte Therapieadhärenz
  • bessere Behandlungsergebnisse
  • erhöhte Zufriedenheit des Behandlungsteams durch Klärung von Zuständigkeit und Behandlungsprozesse

Leistung der Onkologiepflege Schweiz

  • Fortbildungen in der Klinik oder Praxis
  • Fachexpertise der Referentin Cornelia Kern Fürer, Fachexpertin Onkologiepflege (MAS und HöFa in Onkologiepflege)
  • Schulungsunterlagen für die Teilnehmenden
  • Beratung oder Coaching des Behandlungsteams nach individuellem Bedarf

Beginn des Angebots

Ab September 2017

Anmeldung Implementierung

der Empfehlungen in die Praxis

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Fachliche Grundlagen

Dermatologische Reaktionen und unerwünschte Wirkungen unter medikamentöser Antitumortherapie. Prävention und Interventionen

C. Kern Fürer, A. Kröner, S. Wiedmer, 2016.

Herausgeberin:
Onkologiepflege Schweiz

ISBN: 978-3-033-05902-3

Bestellung: www.onkologiepflege.ch