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Die Onkologiepflege Schweiz unterstützt die Pflegeinitiative!

Der indirekte Gegenvorschlag sieht insbesondere eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen in der Pflege vor. Dies reicht nicht aus, um eine gute und sichere Pflege für diejenigen Menschen sicherzustellen, die von Krebs betroffen sind.

Bedarf an Onkologiepflege wächst stark: Der gerade publizierte Krebsbericht bestätigt eine stark wachsende Zahl an Menschen, die an Krebs erkranken und daher entsprechende Pflege brauchen. Deren Pflege ist sowohl in der akuten Behandlungsphase, als auch in der Phase der Nachsorge individuell an die Bedürfnisse anzupassen und anspruchsvoll. Insbesondere müssen Patient*innen und Angehörige lernen, mit der Krankheit und deren Konsequenzen umzugehen. Onkologiepflegende haben die Kompetenz, diesem Bedarf zu begegnen.

Zahl der rekrutierbaren Onkologiepflegenden sinkt: Aktuell sind über 11'700 Pflegestellen in der Schweiz unbesetzt, davon 6’200 Pflegefachpersonen. Gleichzeitig verlassen 40 Prozent der Pflegenden den Beruf frühzeitig. Da die Onkologiepflege sich insbesondere aus dem Pool von erfahrenen und qualifizierten Pflegenden speist, ist diese Entwicklung besorgniserregend.

Aus- und Weiterbildung reicht nicht aus: Die Bedürfnisse von Menschen, die an Krebs erkranken, sind sehr komplex. Als spezialisierter Pflegeberuf bedarf die Onkologiepflege nicht nur einer sehr guten Ausbildung, sondern auch solider Erfahrung in der Pflege und insbesondere eines auf Qualität und Sicherheit bedachten Arbeitsumfeldes. Fehlt letzteres, werden Patient*innen vermeidbaren, leidvollen und kosteninduzierenden Gefahren ausgesetzt wie beispielsweise eine nicht erkannte Komplikation oder ein vertauschtes bzw. falsch dosiertes Medikament. Auch drohen das Unterlassen von präventiven Massnahmen und emotionaler Unterstützung, wenn die Arbeitsbedingungen einen zu engen Zeitrahmen vorgeben. Diese sind aber gerade in der Onkologiepflege zentral.

Fazit: Der indirekte Gegenvorschlag zielt primär auf bessere Ausbildungsbedingungen ab, die aber ohne dringend notwendige verbesserte Arbeitsbedingungen unwirksam bleiben. Nur die Pflegeinitiative bietet einen überzeugenden, integralen Ansatz, um dem Pflegebedarf der Schweizer Bevölkerung zu begegnen. Darum unterstützt die Onkologiepflege Schweiz die Pflegeinitiative.

Medienmitteilung Onkologiepflege Schweiz vom 25. Oktober 2021 (Druckversion PDF)

Zur Webseite www.pflegeinitiative.ch

Neue OPS-Präsidentin Manuela Eicher folgt auf Irène Bachmann-Mettler

Im Rahmen des Onkologiepflege-Kongresses übernahm Prof. Manuela Eicher das Präsidium des Verbands Onkologiepflege Schweiz (OPS) von Irène Bachmann-Mettler. Die OPS wurde im Jahr 2002 gegründet – vorher bestand die «Interessengruppe Onkologiepflege» – und gleichzeitig wurde Irène Bachmann-Mettler zur Präsidentin gewählt. Seither hat sich die OPS zu einem Fachverband mit mehr als 1300 Mitgliedern entwickelt.

Die zurücktretende Präsidentin: Irène Bachmann-Mettler

In den 19 Jahren als OPS-Präsidentin setzte Irène Bachmann-Mettler mit Weit- und Durchblick, Fachwissen, Hartnäckigkeit und politischem Geschick viele Projekte um, unter anderem professionalisierte sie die Weiterbildung von Onkologiepflegenden, förderte den Zugang zu evidenzbasiertem Fachwissen und entwickelte Qualitätskriterien im Fachbereich Onkologiepflege. In ihrem beruflichen Leben war sie tätig als dipl. Pflegeexpertin, dipl. Erwachsenenbildnerin, dipl. Evaluatorin und dipl. Organsations- und Entwicklungsberaterin, wie auch als Pflegedienstleiterin, Leiterin von Weiterbildungen, Autorin, Projektleiterin, Qualitätsmanagerin und Vorstandsmitglied (unter anderem bei der Krebsliga Schweiz und bei palliative ch). Ebenso engagierte sie sich auf nationaler Ebene als Präsidentin von Arbeitsgruppen, Kommissionen, Task-Force-Mitglied und Referentin. Sie ist Co-Herausgeberin von Fachliteratur und Chefredakteurin der Zeitschrift Onkologiepflege. Dementsprechend wurde sie am OPS-Kongress geehrt und verabschiedet. Mittels Videobotschaften überbrachten Weggefährtinnen und -gefährten Grüsse und gute Wünsche und blickten auf die Highlights der Zusammenarbeit zurück. Zudem wurde Irène Bachmann zum Ehrenmitglied der OPS ernannt.

Die neue Präsidentin: Manuela Eicher

Manuela Eicher begrüsste am Kongress in ihrer Funktion als neue Präsidentin die OPS-Mitglieder und stellte einige Ziele des OPS-Vorstands vor. So möchte der Vorstand das Weiterbildungsangebot weiterentwickeln und Fachwissen fördern, insbesondere auch im digitalen Bereich. Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen soll weiter ausgebaut werden. Manuela Eicher ist seit 2016 assoziierte Professorin der Universität Lausanne an der Fakultät für Biologie und Medizin des Universitätsinstituts für Ausbildung und Forschung in der Pflege (IUFRS) und seit Januar 2021 Direktorin des IUFRS. Im Departement für Onkologie des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) leitet sie zudem die Akademie-Praxis-Partnerschaft. In dieser Funktion hat sie eine Forschungsgruppe und ein Forschungsnetzwerk in Onkologiepflege aufgebaut. Manuela Eicher ist unter anderem Mitglied der eidgenössischen Qualitätskommission und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Supportive und Palliative Cancer Care der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK).

Mitteilung Onkologiepflege Schweiz vom 17. September 2021

Krebsliga begrüsst Empfehlungen zu Gebärmutterhalskrebs-Screening

Das Expertengremium Krebsfrüherkennung (Cancer Screening Committee) hat heute einen Bericht zum Gebärmutterhals-Screening in der Schweiz publiziert. Die Krebsliga begrüsst die evidenzbasierten Empfehlungen und fordert basierend darauf, dass die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten der HPV-Tests für das Screening in der Zielgruppe im Alter von 30 bis 70 Jahren deckt.

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen - und eine der wenigen Krebsarten, die mit Screenings und HPV-Impfungen eliminiert werden könnte. In der Schweiz erkranken jährlich rund 260 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, etwa 70 sterben daran. Die Krebsliga begrüsst deshalb, dass ein interdisziplinäres Expertengremium die Screening-Methoden für diese Krebsart in der Schweiz erstmals systematisch untersucht hat. Die Resultate bestätigen, dass es ausreichend ist, wenn die Zielgruppen (Frauen, non-binäre Personen und Transgender-Männer mit Gebärmutterhals) alle drei Jahre zur Früherkennungsuntersuchung gehen. Ein jährliches Screening bringe demnach keinen Mehrwert.

Kostenübernahme der HPV-Tests
Das Gebärmutterhalskrebs-Screening beruht auf einem regelmässig entnommenen Gebärmutterhals-Abstrich. Seit einigen Jahren gibt es zwei Methoden, diesen zu untersuchen: Zum einen die Untersuchung auf Zellveränderungen ("Pap-Test"), die hierzulande meistens zum Einsatz kommt. Fast alle Tumoren des Gebärmutterhalses gehen auf eine Infektion mit sogenannten Humanen Papillomaviren (HPV) zurück. International wird deshalb der Abstrich vermehrt auf diese Viren untersucht ("HPV-Test"). Diese neuere Untersuchungs-Methode schlägt das Expertengremium nun für die 30- bis 70-Jährigen der Zielgruppe vor. Aktuell deckt die obligatorische Grundversicherung jedoch die Kosten für diese Screening-Anwendung nicht. Daher fordert die Krebsliga die Kostenübernahme der HPV-Tests im Rahmen von Screenings für diese Altersgruppe.

Information und Chancengleichheit
Das Expertengremium betont, dass für die Umsetzung der Empfehlungen eine Informationskampagne sämtlicher Zielgruppen nötig ist. Dazu gehört die Information an Gynäkolog:innen und weitere Akteure im Gesundheitswesen. Auch die Krebsliga weist auf die Bedeutung einer umfassenden Information und Aufklärung hin, zumal damit bestehende Ungleichheiten im Zugang zum Screening reduziert werden können. Im Sinne der Zugangsgerechtigkeit fordert die Krebsliga die Kantone auf, organisierte Screenings von Gebärmutterhalskrebs in Form von Programmen in Betracht zu ziehen. Solche Screening-Programme können die Chancengleichheit für alle Zielgruppen verbessern, zur Harmonisierung der Praktiken beitragen und die Qualität sicherstellen.

HPV-Selbstabstriche als künftige Option?
Ob und in welchem Rahmen allenfalls HPV-Selbstabstriche zum Screening geeignet sind, hat das Gremium nicht untersucht. Solche Selbsttests könnten aber die mit dem Screening verbundenen Belastungen reduzieren und Zielgruppen erreichen, die heute nicht am Screening teilnehmen.

HPV-Impfung für 11- bis 26-Jährige
Auch die HPV-Impfung war nicht Untersuchungsgegenstand des Gremiums. Nebst dem Screening spielt sie aber eine zentrale Rolle, um Gebärmutterhalskrebs längerfristig zu eliminieren. Die Krebsliga empfiehlt deshalb allen jungen Menschen zwischen 11 und 26 Jahren, sich gegen die HP-Viren impfen zu lassen. Dabei ist es wichtig, nicht nur Mädchen und junge Frauen zu impfen, sondern auch Buben und junge Männer. Die Impfung ist in der Schweiz im Rahmen von kantonalen Impfprogrammen für diese Altersgruppe kostenlos.

Die Empfehlungen des Expertengremiums

Medienmitteilung Krebsliga Schweiz vom 11. August 2021

PICC Fachinformation

In dieser literatur- und erfahrungsbasierten «Fachinformation PICC» finden Sie allgemeine, fachliche Informationen und Empfehlungen zum Umgang mit einem PICC (Peripherally Inserted Central venous Catheter). Die Fachinformation wurde im Auftrag der Onkologiepflege Schweiz von Monika Heger, Pflegeexpertin MAS Onkologie, Inselspital Bern und weiteren Fachpersonen erstellt. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download bereit.

Mehr Informationen

Webseite Symptom Navi ist live!

Kompetent navigieren und mit Symptomen zurecht kommen

Symptom Navi unterstützt alle Krebsbetroffenen in der Schweiz im Umgang mit Ihrer Krebserkrankung und möglichen Folgen von Therapien.

Das Symptom Navi beinhaltet

  • Symptom-Flyer für Betroffene: Informationen zum Umgang mit Symptomen der Krebserkrankung
  • Ein Konzept für die Schulung von Fachpersonen

Mit dem Symptom Navi soll die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Krebsbetroffenen und Fachpersonen über die gesamte Versorgungskette hinweg unterstützt werden.

www.symptomnavi.ch

Generalversammlung 2021 Onkologiepflege Schweiz

Prof. Manuela Eicher wurde an der Generalversammlung 2021 der Onkologiepflege Schweiz zur Präsidentin der Onkologiepflege Schweiz gewählt.

Wir gratulieren herzlich zur Wahl und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.

Prof. Manuela Eicher wird das Amt per 15. September 2021 antreten. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt Irène Bachmann-Mettler Präsidentin.

Die feierliche Amtsübergabe findet anlässlich des Onkologiepflege-Kongresses statt.

Mitteilung vom 30.03.2021

Veränderungen der Mundschleimhaut aufgrund von Krebstherapien

Empfehlungen für die Praxis

3. aktualisierte und überarbeitete Auflage, 2021

Die vollständig überarbeiteten Empfehlungen für die Praxis sollen die Aus- und Weiterbildung von Pflegefachpersonen unterstützen und eine evidenzbasierte Pflege ermöglichen. Ebenso dienen die Leitlinien die gegenwärtige Praxis zu überprüfen und zu optimieren sowie das Verständnis des Patienten mit einer Mukositis zu fördern.

Zum Shop

onkologika.ch

onkologika.ch ist eine neue Webseite Fachpersonen in der Onkologie

Onkologiepflege Schweiz stellt mit diesem Angebot spezifische Fachinformationen zu parenteralen Medikamenten in der Onkologie zur Verfügung. Die benutzerfreundliche Webseite enthält aktuell 120 Medikamenten-Merkblätter parenteraler Onkologika und weitere wichtige Informationen, wie beispielsweise detaillierte Hinweise zu Prämedikation, unerwünschte Wirkungen, etc.

Die Informationen auf onkologika.ch sollen die Praxis bei der Verabreichung von Tumortherapeutika fachlich unterstützen.

Diese Plattform ersetzt das Handbuch «Parenterale Medikamente in der Onkologie». Aufgrund der unerlässlichen und regelmässigen Updates der Medikamenten-Merkblätter wurde die Form der Veröffentlichung angepasst. Alle Informationen wurden vollständig überarbeitet und aktualisiert.

Das Handbuch mit den oralen Medikamenten wird nicht mehr angeboten. Die Aktualität kann durch die schnelle Zunahme und der Vielfalt der oralen Medikamente nicht mehr gewährleistet werden.

Leitfaden onkologische Pflegesprechstunde

Der Leitfaden für die Entwicklung und Implementierung einer onkologischen Pflegesprechstunde wurde von den Autorinnen Mayuri Sivanathan, MScN, Pflegeexpertin APN, Universitätsspital Basel und Ilona Kaufmann-Molnár, MScN, APN Onkologie, Universitätsspital Basel, mit Unterstützung von weiteren Pflegefachpersonen literatur- und erfahrungsbasiert erstellt.

Das Ziel des Leitfadens ist es, eine einheitliche Definition mit fachlich fundiertem Inhalt und den Ablauf einer onkologischen Pflegesprechstunde festzuhalten und der Praxis zur Verfügung zu stellen. Der Leitfaden soll die Pflegefachpersonen dazu motivieren, eine onkologische Pflegesprechstunde in die Praxis zu implemenentieren. Dazu werden Empfehlungen abgegeben. Ebenso werden Material und Instrumente für den Einsatz in der Pflegesprechstunde vorgestellt.

Kostenloser Download

Mitteilung vom 28.01.2021

Schriftliche Information für Patientinnen und Patienten mit Veränderungen

an Haut, Haaren und Nägeln während der Tumortherapie mit Arzneimitteln.

Die Anleitung von Patientinnen und Patienten im Umgang mit unerwünschten Wirkungen bei einer Krebstherapie beinhaltet nebst der mündlichen Erklärung immer auch die schriftliche Information.

Ergänzend zu den Empfehlungen «Dermatologische Reaktionen und unerwünschte Wirkungen unter medikamentöser Antitumortherapie. Prävention und Interventionen», welche Onkologiepflege Schweiz für die Praxis erstellt hat, stehen nun auf die fachlichen Empfehlungen abgestimmte Informationen für die betroffenen Personen zur Verfügung. 

Sie haben die Möglichkeit, die Broschüren selbst zu drucken. Onkologiepflege Schweiz stellt Ihnen folgende Varianten zur Verfügung

Deutsch:

Französisch:

Italienisch:

24. Schweizer Onkologiepflege-Kongress

Thema: «Pflege braucht Zeit»

Donnerstag, 31. März 2022, Bern

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