Orale Tumortherapien

Adhärenz und Selbstmanagement / Motivierende Gesprächsführung

Es geht um mehr als bloss die Einnahme - Pflegende können etwas bewirken!

Teil I: Orale Tumortherapie

Seit Anfang der 1950er-Jahre werden orale Chemotherapien verwendet. Im Laufe der letzten Jahre gelangten viele neue orale Tumormedikamente auf den Markt. Dieser wächst weiterhin rasant. Eine ganze Anzahl von Tumoren können so behandelt werden, die früher nicht erfolgreich therapierbar waren.
So einfach es scheint: “Es ist nur eine Pille”. Aus vielen Publikationen weiss man aber, dass es gar nicht so einfach ist, eine orale Tumortherapie durchzuführen, diese zu kontrollieren und sie dem Patienten verständlich zu machen. Das alles stellt eine Herausforderung dar für den Patienten, für die Bezugspersonen und für das Behandlungsteam.
Weltweit ist anerkannt - eine orale Tumortherapie ist eine multidisziplinäre Angelegenheit geworden. Im Ablaufprozess sind unterschiedliche Funktionen und Rollen zu definieren. Wie können wir unsere klinische Praxis ummodellieren?

Inhalt

    • Die Wichtigkeit der Rolle der Pflegenden. Definition der Rolle, Offenlegung der Schwierigkeiten zwischen den Behandlungsteams und Patienten/Bezugspersonen.
    • Überblick über die Substanzgruppen oraler Medikamente: Wirkungsmechanismen, die Wechselwirkungen, der Einfluss von Nahrungsmitteln.
    • Aus der Praxis: Eine Klinik stellt um - Pflegende berichten.  Diskussion und Lösungsansätze


      Teil II: Motivierende Gesprächsführung

      Bei der Instruktion und Überprüfung der oralen Zytostatika, ist die Pflege im Gespräch gefordert, Adhärenz anzusprechen und zwar wird ein mehrstufiges Vorgehen empfohlen.

      Ansätze, welche überlegt werden könnten:

      • routinemäßige Adhärenz-Abklärung anhand des Patienten-Selbstberichts
      • vertiefte Adhärenz-Abklärung für Patienten, die im Gespräch oder im Verhalten
      • Schwierigkeiten mit der Medikamenteneinnahme schildern

      Welche kommunikativen Fertigkeiten müssen Pflegende entwickeln? Wie können Pflegende ein solches Gespräch in die Praxis integrieren? Welche Rahmenbedingungen müssen vorhanden sein um diese Gespräche führen zu können?

      Inhalt

      • Adhärenzabklärung im Gespräch
      • Vertiefte Adhärenzabklärung und Möglichkeiten der Unterstützung
      • Rahmenbedingungen für Gespräche

      Ziele der Fortbildung

      An dieser Fortbildung werden Sie als TeilnehmerIn auch eine aktive Rolle einnehmen, die multidisziplinären Aspekte reflektieren und sich überlegen, wie Optimierungen in der Praxis aussehen könnten. Mit besserem Verständnis der Pharmakologie und daraus resultierenden Informationen können Pflegende Patienten besser und korrekter über ihre orale Tumortherapie informieren und begleiten. Mittels gezielten Gesprächen kann die Adhärenz besser erfasst und das Selbstmanagement besser unterstützt werden. somit sind bessere Voraussetzungen geschaffen für eine korrekte und effektive orale Tumortherapie.

      Anmeldung Fortbildung

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      Referenten

      PD Dr. med. et rer nat. Markus Joerger
      Oberarzt, Klinik für Onkologie/Hämatologie
      Kantonsspital St. Gallen

      Prof. Dr. Alexander Kiss
      Chefarzt Psychosomatik
      Universitätsspital Basel

      Ernst Näf
      MSN, Pflegeexperte
      Spitäler Solothurn

      Anita Margulies, BSN RN
      Fachexpertin Onkologiepflege
      Zürich

      Wann

      Donnerstag, 9. November 2017
      09.00 - 17.00 Uhr

      Wo

      Rest. zum Grünen Glas
      Untere Zäune 15, 8001 Zürich
      www.gruenesglas.ch

      Kosten

      CHF 100.00  Mitglieder Onkologiepflege Schweiz
      CHF 150.00  Nichtmitglieder
      Inklusive Kursunterlagen, Mittagessen und Kaffeepausen

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      Unterstützt durch