Lehrgang Dermatotoxizität in der Onkologie

Neue Therapieoptionen – neue Herausforderungen

Veränderungen an Haut, Schleimhaut, Nägeln und Haaren unter medikamentöser Tumortherapie, sowie in Kombination mit Radiotherapie, sind zunehmend, klinisch relevant und fordern einen multidisziplinären Managementansatz. Pflegefachpersonen im Bereich Onkologie, Radioonkologie, Wund- und Stomapflege, Breast Care nehmen hierbei eine Schlüsselrolle ein.

Mit diesem Weiterbildungslehrgang erweitern Sie Ihr Repertoire an fachlicher Expertise, Strategien und Methoden zum wirkungsvollen Management dermatologischer Reaktionen.

Inhalte

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

...vertiefen ihr Grundlagenwissen

  • Multimodale Tumortherapiekonzepte, Wirkprinzipien und deren Auswirkungen auf Haut, Schleimhaut und Anhangsgebilde
  • Klinisches Assessment & Monitoring: Initiale Risikoeinschätzung, Symptomorientierte Anamnese, Einführung in die systematische Untersuchung der Haut, Schleimhaut und Anhangsgebilde, Effloreszenzen-Klassifikation, Dokumentation und Verlaufsbeobachtung
  • Präventive und therapeutische Interventionsstrategien bei konkreten Problemstellungen
  • Galenik: Einsatz des richtigen Wirkstoffes und Vehikels

...erweitern ihre edukativen Kompetenzen

  • Coaching von Patientinnen, Patienten und Angehörigen
  • Schulung und Beratung des Behandlungsteams
  • Erarbeitung von Unterlagen / Hilfsmitteln für die spezifische Selbstmanagement-förderung (Mikroschulungen)

...befassen sich mit ihrer Rollenentwicklung

  • Handlungsfelder, Kompetenzbereiche und Rollenimplementierung im multiprofessionellen Team
  • Referenzperson sein für ein professionelles Management in unterschiedlichen Situationen und Handlungsfeldern
  • Entwicklung und Implementierung von internen Standards sowie externen Guidelines im eigenen Tätigkeitsfeld

Umfang und Ablauf

Das Lernen findet im Wechselspiel zwischen Präsenzunterricht (Referate, Diskussion und Bearbeitung konkreter Patientensituationen in moderierten Gruppen) und angeleitetem Selbststudium (Lese-, Reflexions- und Praxisaufträge) statt.

4 Tage - Dermatotoxizität unter Tumortherapie

  • Pathophysiologie, primäre und sekundäre Effloreszenzen in der Onkologie und Radioonkologie
  • Einführung in die Effloreszenzenlehre
  • Dermatologische Diagnostik und klinisches Assessment
  • Präventive und therapeutische Interventionsstrategien
  • Galenik: Wirkstoffe und Vehikel
  • Spezifische Ansätze zur Selbstmanagementförderung

2 Tage - Moderierte Fallbesprechungen

3 x ½ Tag

  • Fortlaufende Förderung der klinischen Expertise (anhand von Bildmaterial)
  • Unterstützung der Rollenentwicklung und –Implementierung am eigenen Arbeitsplatz

1 x ½ Tag

  • Kompetenznachweis: Posterpräsentation

Ziele

Mit diesem Weiterbildungslehrgang erweitern Absolventinnen und Absolventen ihr Repertoire an fachlicher Expertise. Strategien und Methoden zum wirkungsvollen Management dermatologischer Reaktionen, zur Selbstmanagementförderung der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen, sowie zur Unterstützung und Beratung des Behandlungsteams, stehen dabei im Vordergrund.

Voraussetzungen / Grundlagenwissen

  • Zielgruppe sind Pflegefachpersonen FH/HF im Bereich Onkologie, Radioonkologie, Wund- und Stomapflege, Breast Care, ORL, Podologie sowie Pädiatrie.
  • Onkologie-pflegerische Vorbildung (HöFa I/NDS/CAS) sowie ein Tätigkeitsfeld, in dem das Erlernte umgesetzt werden kann sind empfehlenswert.
  • Selbständiges Literaturstudium: Medikamentöse und radiotherapeutische Kombinationstherapie.
  • Vorbereitend wird die OPS-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapien von A-Z empfohlen: 06.11.2025 in Olten

Zertifikat / Anerkennung

Der Weiterbildungslehrgang wird mit einem Kompetenznachweis abgeschlossen. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein Zertifikat überreicht.

Wann

Der Lehrgang 2026 ist abgeschlossen. Der nächste Lehrgang findet 2028 statt.

 

Cornelia Kern Fürer
MAS, BScN, HöFa I
Pflegeexpertin Onkologie, Spital Grabs; Fachdozentin an diversen Bildungsinstitutionen;
Co-Leitung Weiterbildungen OPS

«Dermatologische Reaktionen und unerwünschte Wirkungen unter medikamentöser Antitumortherapie. Prävention und Interventionen»

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