Die Kraft der Selbstwirksamkeit: Empowerment für Betroffene 

Werkzeuge zur Selbstwirksamkeitsförderung

Trotz der stetig steigenden Überlebensrate ist die Diagnose Krebs ein Schock für die Betroffenen und Nahestehenden. Ihre Welt steht Kopf und Bilder der Endlichkeit drängen sich in den Vordergrund, gekoppelt mit existentiellen Ängsten und Stress. Pflegefach-personen leisten entscheidende Beiträge zur Befähigung der Er-krankten. Insbesondere, wenn auch das Bezugssystem und Lebens-umstände in Erfahrung gebracht und berücksichtigt werden. So kann trotz Diagnose und Symptomen ein Weg zum Umgang und sogar eine neue Normalität begünstigt werden. 

In diesem Zusammenhang werden die Zusammenhänge der Neurobiologie erläutert. Es wird deutlich, dass notwendige Lebensstilanpassungen nicht nur durch guten Willen und Anstrengung erreicht werden können. 

Empowerment kann durch verschiedene Hilfsmittel gefördert werden, was zu einem positiven Umgang mit Angst und Stress beiträgt und einer resignativen Haltung entgegenwirkt. Wichtig ist dabei, dass die Edukation an die individuelle Situation der Patient:innen und deren Nahestehenden angepasst wird und die Aspekte der Hoffnung und Zuversicht angesprochen werden. 

Der Gesprächskompass dient als Orientierungshilfe, das Gespräch zu leiten. Das Empowerment der Patient:innen und deren Bezugssystem kann auch in der Hektik des Alltags gelingen! Selbst kurze Gesprächssequenzen - professionell geführt - bringen messbar positive Ergebnisse.

Inhalte

Selbstwirksamkeit stärken. Wie kann das gelingen?

  • Einführung in die Tools der motivierenden Gesprächs-führung: bspw. Würdigen, Reframing
  • Einführung in die Neurobiologie im Zusammenhang mit Gesundheitsverhaltensänderung
  • Selbstwirksamkeit Förderung in der onkologischen Praxis anhand praktischer Beispiele
  • Gesprächskompass kennen und erste Anwendungen

 

Ziele

Die Teilnehmenden lernen das Konzept des Patientenempowerments und dessen Wirksamkeit im Krankheitsverlauf kennen. Anhand der vorgestellten Gesprächswerkzeuge werden die Teilnehmenden befähigt, die Selbstwirksamkeit der Betroffenen zu erkennen und zu stärken. Mit verschiedenen Praxisbeispielen werden Einsatzmöglichkeiten in der onkologischen Praxis aufgezeigt und geübt.  

Wann & Wo

Donnerstag, 11. März 2027
09.00 – 17.00 Uhr

Bern

Dr. med. Christa K. Baumann
Prolindo, Onkologie und Hämatologie Fachärztin FMH für Onkologie und Innere Medizin, Lindenhofspital Bern

Dr. Sabin Bührer
Psychologin FSP, Systemische Supervision u. Coach, RN, Eidg. anerkannte Psychotherapeutin 

Frau Iris-Katharina Penner
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. für Kognitive Neurologie & Neuropsychologie, Klinik für Neurologie & Neurorehab., Inselspital Bern

Barbara Preusse-Bleuler
MScN, RN, Expertin für Family Systems Care in Praxis, Lehre und Forschung, Gründerin der Family Systems Care Unit an der ZHAW.

Susanne Kropf-Staub
MScN, RN, MAS Patienten- und Familienedukation,
Pflegeexpertin APN, Medizinbereich Neuro, Hirntumore,
Universitätsspital Bern, Inselspital
Co-Leitung Weiterbildungen OPS

Schreiber, D.: Patientenführung, wohlwollend, einfach, zielsicher. 2021

CHF 130.00
Mitglied Onkologiepflege Schweiz

CHF 180.00
Nichtmitglied Onkologiepflege Schweiz

Inklusive Kursunterlagen und Verpflegung

Anmeldung Weiterbildung

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