Hirnmetastasen und primäre Hirntumoren

Wenn das komplexeste Organ betroffen ist

Hirntumoren zählen zu den seltenen Krebserkrankungen. Da die Symptome häufig unspezifisch sind, vergeht oft längere Zeit, bis eine Diagnose gestellt wird - in dieser Zeit fühlen sich die Patientinnen und Patienten oft stark verunsichert durch die festgestellten Defizite

Für die Behandlung von Hirntumoren stehen nur wenige spezialisierte Expertinnen und Experten zur Verfügung. Zudem existieren vergleichsweise wenige Behandlungsleitlinien und klinische Studien. Auch Pflegende begegnen Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren im Klinikalltag eher selten.

Im Gegensatz zu primären Hirntumoren treten Hirnmetastasen deutlich häufiger auf. Obwohl das gleiche Organ betroffen ist, haben Hirnmetastasen für die Betroffenen häufig eine andere Bedeutung und stellen sie vor andere Herausforderungen.

Sowohl Hirntumoren als auch Hirnmetastasen können Persönlichkeit und Verhalten verändern. Diese Veränderungen sind für Patientinnen und Patienten sowie für ihre Nahestehenden oft besonders belastend. Um besser mit dieser Situation umgehen zu können, kann eine intensive psychoonkologische Begleitung notwendig sein.

Inhalte

  • Epidemiologie und Pathophysiologie von primären Hirntumoren und Hirnmetastasen
  • Mögliche Therapien bei lokalem Befund und/oder bei fortgeschrittener Erkrankung: Chirurgie, Radiotherapie, Radiochirurgie und systemische Tumortherapie
  • Spezifische Herausforderungen in der Pflege von Menschen mit Primärtumoren/Metastasen im Gehirn - mit Fokus auf eine bedarfsgerechte und strukturierte Betreuung
  • Einblick in praktische Erfahrungen und Versorgungkonzepte aus dem APN-Angebot 
  • Stärkung der Patientenperspektive: Verständnis für individuelle Belastungen, Bedürfnisse und Herausforderungen von Betroffenen und Nahestehenden im Krankheitsverlauf
  • Psychoonkologische Aspekte – Fallbesprechung

Ziele

Die Weiterbildung vermittelt Antworten auf verschiedene Fragen im Zusammenhang mit Hirntumoren:

  • Wie sind heute die Aussichten für die Behandlung von primären Hirntumoren und Hirnmetastasen?
  • Welche Behandlungen für welche Art von Hirnmetastasen sind möglich und sinnvoll?
  • Welche spezifisch pflegerischen Aspekte sollen berücksichtigt werden?
  • Wie sieht die psychoonkologische Beratung von Patienten und Nahestehende aus?
Wann & Wo

Mittwoch, 28. Oktober 2026
09.00 – 17.00 Uhr

Hotel Olten
Bahnhofstrasse 5
4601 Olten

www.hotelolten.ch

Sabrina Elia
psychoonkologische Psychotherapeutin SGPO, 
Neurochirurgie und Psychosomatik, 
Universitätsspital Basel

Susanne Kopf-Staub
MScN, Pflegeexpertin APN, Team Tumor
Neurochirurgie, Inselspital Bern

Prof. Dr. med. Patrick Roth
Koordinator Hirntumorzentrum
Klinik für Neurologie, Universitätsspital Zürich 

PD Dr. med. Katharina Seystahl 
Leitende Ärztin Neurologie
Luzerner Kantonsspital

Lydia Hömme
MAS onkologischer Pflege, BScN, NDS
Stv. Leitung & Fachverantwortliche Ambulante Onkologie, HOCH Health Ostschweiz, Spital Wil

CHF 130.00
Mitglied Onkologiepflege Schweiz

CHF 180.00
Nichtmitglied Onkologiepflege Schweiz

Inklusive Kursunterlagen und Verpflegung

Unterstützt durch

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